Zeitungsberichte

Land fördert Kraftakt der Körbecker Schützen

Körbecke. Das Land fördert in der maximal zulässigen Höhe von 65 Prozent der Gesamtkosten und gibt fast hunderttausend Euro, damit die Pankratius-Schützen ihre Halle nachrüsten können: Wie berichtet, muss vor allem beim Brandschutz nachgebessert werden, weil die Vorschriften deutlich strenger geworden sind, zudem soll der Speiseraum modernisiert werden.

Ferdinand Aßhoff von der Bezirksregierung in Arnsberg und der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Heinrich Frieling aus dem Umweltausschuss überbrachten am Mittwochnachmittag den frisch ausgedruckten Förderbescheid: 97425,78 Euro fließen mit dem Segen des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz aus dem Struktur-Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum. „Es ist wichtig, dass wir besonders die fördern, die Stützen des gesellschaftlichen Lebens auf dem Land sind“, das unterstrichen Aßhoff und Frieling gemeinsam.

Insgesamt wollen die Schützen bis 2023 eine Summe von 149885,82 Euro in die Hand nehmen. Noch in diesem Jahr sollen nötige Maurerarbeiten erledigt werden, Brandschutzklappen sowie Feinstaubfilter in der Belüftungsanlage verbaut werden. Die bereits installierten Rauchmelder gehören mit zum Projekt. Gearbeitet wird überwiegend im Heizungsraum – die Post mit der Paketsortierung und die Gemeinde mit der ausgelagerten Schul-Mensa sollen durch die Arbeiten nicht gestört werden.

Im nächsten Jahr soll die Halle neue Außentüren nach neuestem Standard bekommen, ausgerüstet mit sogenannten Panikschlössern: Zugangssicherung, Brandschutz und stets freie und sichere Fluchtwege stehen hier auf dem Aufgabenzettel. 2023 soll der Speiseraum umgebaut werden – der aktuelle Vertrag mit der Gemeinde für den Betrieb einer Schul-Mensa im Speiseraum läuft Ende 2022 aus, hat aber grundsätzlich eine Option zur Verlängerung, falls der Rat auch seinen zweiten Beschluss zum Ort für einen Mensa-Neubau wieder kippen sollte.

„Wir sind dankbar – ohne diese Hilfe hätten wir die Aufgaben nicht schultern können!“ Das sagten Schützenoberst und Vorsitzender Alfred Dregger sowie Hauptmann und Zweiter Vorsitzender Klaus Wiegelmann am Mittwochnachmittag vor Ort an der Schützenhalle, den Förderbescheid der Bezirksregierung Arnsberg in Händen.

Wie es den Schützen insgesamt gehe bei den vielen Einschränkungen durch Corona? „Die Post und die Gemeinde als Mieter retten uns die Umsätze, da haben wir Glück und da sind wir dankbar“, sagte Alfred Dregger: „Im zweiten Jahr kein Schützenfest, in diesem Jahr kein Karneval, dazu keine Konzerte, keine Hochzeiten – einfach nichts, dafür aber die Verpflichtung, dass wir modernisieren und nachbessern müssen… Mit den beiden Mietern schaffen wir das alles, auch mit den Fördergeldern obendrauf.“ Und sonst? “Da blutet uns natürlich das Herz: Wir möchten wieder gemeinsam feiern dürfen!“ Er sei optimistisch, sagt Dregger: „Nächstes Jahr dürfen wir wieder…“ brü